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Historischer Jahrmarkt am Kiekeberg

“Hereinspaziert, hereinspaziert, kommen Sie näher, kommen Sie ‘ran! Hier können Sie was erleben!” Auf dem Museumsgelände ertönt das wunderbare Getöse historischer Konzertorgeln und von der Schiffschaukel und den Karussells schallt das Lachen und Juchzen der Kinder über den Platz.

Das Museumsgelände verwandelt sich in einen Rummelplatz von 1900 bis 1960 mit nostalgischen Fahrgeschäften, Spielbuden und Leckereien. Der Eintritt ist von 10 bis 18 Uhr möglich und kostet 9 Euro für Erwachsene, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei. Einzelne Attraktionen erheben zusätzliche Kosten. Für den Einlass gilt die „3G“-Regel, ausgenommen sind Kinder bis zur Einschulung, und wenn sie regelmäßig in der Schule getestet werden. Für alle Personen ab sechs Jahren besteht Maskenpflicht auf dem Jahrmarktgelände und der Besuch erfordert eine Terminbuchung unter www.kiekeberg-museum.de, um die Besucher über das Wochenende zu verteilen. Aktuelle Informationen unter www.kiekeberg-museum.de.

Es herrscht buntes Jahrmarktstreiben: Der Duft von Schmalzgebäck liegt in der Luft und auf den Karussells jubeln Kinder. Am Kiekeberg schwingen sie auf der Schiffschaukel, sausen mit dem Kettenflieger durch die Luft und fahren mit der Berg- und Talbahn. Das 13,5 m hohe Riesenrad „Russische Schaukel“ von 1902 bietet 40 Personen einen Rundumblick über den Kiekeberg. Es ist eines der ältesten transportablen Riesenräder. Schaubuden, Zauberer, Flohzirkus und Puppentheater unterhalten die Besucher mit Illusionen und Geschichten.

Jahrmärkte waren bereits früher ein Ort des Glücks im grauen Alltag: Zeitlich mit dem Kirchenjahr verknüpft, boten sie im Herbst nach der Ernte Gelegenheit zum Essen, Trinken und Tanzen. Das “fahrende Volk” unterhielt die Marktbesucher mit Musik, Theater, Akrobatik, Tierschau und neuen Erfindungen. Die erste Kinovorführung wurde1896 auf Jahrmärkten gezeigt. Ab 1900 nahmen die Fahr-, Geschicklichkeits- und Belustigungsgeschäfte zu. Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Deutschland eine florierende Karussellindustrie. Ein erfolgreicher Vertreter war der “Karussellkönig” Hugo Haase aus Winsen/Luhe. Entwickelt haben sich reine Vergnügungsmärkte aus den Waren- und Krammärkten im Mittelalter, bei denen sich die Menschen mit Dingen des täglichen Lebens versorgten.